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Völkerbund ArtikelDer Völkerbund (französisch: Société des Nations, englisch: League of Nations) nahm am 10.01 1920, kurz nach Ende des ersten Weltkrieges, seine Arbeit auf, um den Frieden dauerhaft zu sichern.
Er sollte sowohl die internationale Kooperation fördern, in Konfliktfällen vermitteln, als auch die Einhaltung von Friedensverträgen überwachen.
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Die Idee eines Völkerbundes geht auf Immanuel Kants Schrift Zum ewigen Frieden zurück, in der erstmals die Idee einer durchgängig friedlichen Gemeinschaft der Völker beschrieben steht. Ein vergleichsweise konkretes Programm zur Umsetzung dieser Forderung fand sich, ausgelöst durch die Schrecken des ersten Weltkriegs in dem 14-Punkte Programm des US-Präsidenten Thomas Woodrow Wilson von 1918.
Die Satzung des Völkerbundes war Teil der Pariser Vorortverträge und somit auch des Versailler Vertrages. Die Satzung des Völkerbundes wurde am 28.04 1919 von der Vollversammlung angenommen. Mit der Unterzeichnung des Versailler Vertrags am 26.06 1919 unterzeichneten die beteiligten Staaten auch die Satzung des Völkerbunds - der Bund war Teil des Versailler Vertrags geworden. Mit seiner Ratifizierung am 10.01 wurde auch der Völkerbund offiziell gegründet und trat am 15.11 1920 zu dem ersten Mal zusammen.
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Da der amerikanische Senat die Ratifizierung des Versailler Vertrages ablehnte, waren die Vereinigte Staaten Amerika nie Mitglied des Völkerbundes. Deutschland wurde erst am 10.09 1926 Mitglied des Völkerbundes und trat am 14.10 1933 unter Hitler wieder aus.
Umstritten war das Nichteingreifen des Völkerbundes beim japanischen Angriff auf China in dem Jahre 1931. Endgültig demonstrierte er 1935 seine Machtlosigkeit beim italienischen Angriff auf Abessinien. Obwohl der Bund seine stärksten Maßnahmen - Sanktionen - verhängte, blieben diese wirkungslos; sowohl die Vereinigte Staaten Amerika (Öl) als auch Deutschland (Kohle) belieferten Italien zusätzlich und führten dadurch die Ohnmacht des Gremiums vor. Die Sowjetunion, seit 1934 Mitglied, wurde 1939 wegen des Überfalls auf Finnland ("Winterkrieg") wieder ausgeschlossen.
Auf die Vorgeschichte des Zweiten Weltkriegs hatte der Bund keinerlei Einfluss. Der Völkerbund hatte keine eigenen militärischen Truppen, um in Krisenregionen eingreifen zu können. Zwar hätte er theoretisch den Beschluss zu militärischen Aktionen treffen können, aber die Entsendung der Truppen wäre durch die Mitglieder in nationaler Organisation vor sich gegangen. Ein Fall, der in der Praxis nie vorkam.
Ein großes Problem des Völkerbundes und Grund für sein schließliches Scheitern war die Tatsache, dass die Vereinigte Staaten Amerika ihm nie beitraten und zahlreiche andere Staaten wieder ausgetreten waren.
Auf Initiative der Außenminister Chinas, Großbritanniens, der UdSSR und der Vereinigte Staaten Amerika wurden 1945 die Vereinten Nationen als Nachfolgeorganisation des Völkerbunds gegründet.
Buch-Tipp: Das kompetente Kind Unglaublich gut, erlösend, erhellend. . Es gibt wenig Bücher, wo ich sage, dass sie genial sind und jeder sie gelesen haben sollte. Das hier ist so eines. Noch nie hatte ich so häufig ein 'Aha-Erlebnis' während des Lesens, mit keinem anderen 'Erziehungsbuch' konnte ich mich 100%ig identifizieren. Es nimmt auch so eine Last von einem. . z. B. dass... |
Organisationsstruktur des Völkerbundes | |
Die Organisation des Völkerbundes nahm in ihren Grundzügen bereits die Organisation der Vereinten Nationen vorweg. Der größte Unterschied zu heute bestand zu dem einen in der wesentlich kleineren Zahl an hauptamtlichen Mitarbeitern, zu dem anderen darin, dass es nicht ca. ein Vetorecht gab, sondern dass fast alle Beschlüsse einstimmig gefasst werden mussten.
- Die Völkerbundversammlung. Diese tagte einmal jährlich, jedes Mitgliedsland hatte eine Stimme, die meisten Beschlüsse erforderten Einstimmigkeit.
- Der Völkerbundsrat. Dieser hatte ständige Mitglieder: Großbritannien, Frankreich, Italien, Japan, Deutschland (1926-1933), UdSSR (1933-1939) sowie neun nichtständige Mitglieder. Entscheidungen mussten einstimmig gefällt werden, beteiligte Konfliktparteien hatten in der enstprechenden Abstimmung kein Stimmrecht.
- Das ständige Generalsekretariat und einen Generalsekretär.
Buch-Tipp: Der Frieden von Versailles. Sehr guter Einblick! Eberhard Kolb gibt in diesem gelungenen Büchlein einen Einblickins verwickelte Geschehen rund um die Entstehung des Friedens von Versailles. Im durchweg schnörkellosen, aber anschaulichen Text, nimmt Kolb auch Details und unterbelichtete Winkel des langwierigen Geschehens in Augenschein. Dabei wird aber die gesamtpolitische... |
Mitglieder und Nichtmitglieder |
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Von Nachtpfauenauge (Mainhattan) - alle meine Rezensionen ansehen
Noch nicht gelesen? Dann rate ich unbedingt, sofort das gerade anödende Buch aus irgendeiner Bestsellerliste beiseite zu legen und zu Grimmelshausens... |
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Gründungsmitglieder des Völkerbundes waren die Siegermächte des ersten Weltkrieges, die den Versailler Vertrag unterzeichneten. Hierzu zählten auch die britischen Dominions sowie Indien, auch die eigentlich erst nachdem Krieg gebildete Tschechoslowakei.
Buch-Tipp: Die Herren des Nordens Heil den tapferen Toten in Odins Reich. . . Alle 3 Romane um Uthred sind sehr gut gelungen und spannend zu lesen. Alle haben eine unglaublich dichte Atmosphäre. Das einzige was mich etwas stört ist, das Uthred noch so jung ist. Ein paar Jährchen mehr würden in besser zu Gesicht stehen. Nichtsdestotrotz liebe ich diese Bücher und freue mich... |
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Schon 1920 wurden eine ganze Reihe von in dem Krieg neutralen Staaten eingeladen, dem Völkerbund beizutreten.
Buch-Tipp: Die drei Fragezeichen, Bd.14 : Die drei Fragezeichen und das Bergmonster Die 3 Fragezeichen und das Bergmonster einfach Top. Dieses Band der 3 Fragezeichen ist einfach Super.
Onkel Titus uns Tante Mathilde machen 2 Wochen Urlaub. Und damit bleibt auch der Trödelmarkt geschlossen.
Die beiden irischen Brüder Patrick und Kenneth wollen diese Zeit nutzen und ihre Kusine besuchen. Die 3 Fragezeichen kommen mit und stolpern... |
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Viele Staaten wurden erst später zugelassen beziehungsweise traten erst später bei, die ersten schon Ende 1920.
- Abessinien, 1923, 1936 italienisch besetzt
- Afghanistan, 1934
- Ägypten, 1937
- Bulgarien, 1920
- Costa Rica, 1920, 1924 ausgetreten
- Deutschland, 1926, 1933 ausgetreten
- Dominikanische Republik, 1924
- Ecuador, 1934
- El Salvador, 1924, 1937 ausgetreten
- Estland, 1921, 1940 von der Sowjetunion besetzt
- Finnland, 1920
- Irak, 1932 (vorher britisches Völkerbundsmandat)
- Lettland, 1921, 1940 von der Sowjetunion besetzt
- Litauen, 1921, 1940 von der Sowjetunion besetzt
- Luxemburg, 1929
- Mexiko, 1931
- Österreich, 1920, 1938 an Deutschland angeschlossen
- Schweiz, 1920
- Sowjetunion, 1934, 1939 ausgeschlossen
- Ungarn, 1922
- Türkei, 1932
Buch-Tipp: Ein winziger Makel Erbschuld Das Buch erzählt über das Thema Erbschuld bzw. deren Verlauf in vier Generationen. Die Autorin neigt dazu die Personen gefühlsmäßig zu überzeichnen und stellt sie damit in bestimmte Ecken.
So wirkt das Buch am Anfang seltsam unmenschlich und Schablonenhaft.
Die in dem weiteren beschriebenen Szenen sind lesbar geschildert wenn auch in... |
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Einige unabhängige Staaten blieben dem Völkerbund völlig fern.
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Dem Völkerbund wurden die bisher deutschen Kolonien und die von der Türkei abgetrennten arabischen Gebiete übertragen. Die 1911 von Frankreich an Deutschland abgetretenen Teile von Französisch-Äquatorialafrika wurden allerdings wieder an dieses angeschlossen. Der Völkerbund vergab diese Gebiete wiederum als Mandate an Mitgliedsstaaten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden sie als UN-Treuhandgebiete verwaltet. In dem einzelnen waren dies:
Buch-Tipp: Feng Shui gegen das Gerümpel im Kopf. Blockaden lösen mit Energetischer Psychologie ein Begleiter für das innere Aufräumen Ein Buch für Laien und professionelle Anwender gleichermaßen. Dr. Michael Bohne beschreibt, wie die EP als Selbsthilfe-Methode wirkungsvoll eingesetzt werden kann. Ängste und Engergieräuber werden neutralisiert.
Die Grundannahme: Gedankliches und emotionales Gerümpel blockiert den Fluss unserer Energie.... |
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- Fiume (Rijeka) , bis 1920 freie Stadt, 1921 Ausrufung der Republik Fiume, Besetzung durch Italien
Buch-Tipp: Gebrauchsanweisung für Schwaben. Für Schwaben und `Nei`gschmeckte einfach nachvollziehbar ! Ich selbst bin Rheinländer, lebe aber schon seit fast 50 Jahren in Schwaben. Ein Urteil über mein geliebtes "Gastland", im ich herzliches Asyl gefunden habe, darf ich mir meines Erachtens durchaus zutrauen: Alles ist stimmig in dieser Gebrauchsanweisung, vor allen aber auch mit der nötigen... |
ehemals türkische Gebiete | |
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- Kamerun, französisch, kleinerer Westteil britisch
- Togo, französisch, etwa ein Drittel in dem Westen britisch
- Ruanda-Urundi, belgisch
- Tanganjika, britisch
- Südwestafrika, südafrikanisch
- Papua, australisch
- Bismarck-Archipel, australisch
- Nauru, britisch-australisch-neuseeländisch
- Samoa, neuseeländisch
- Palau, japanisch
- Nördliche Marianen, japanisch
- Karolinen und Marshallinseln, japanisch
- Danzig, Freie Stadt unter Verwaltung des Völkerbund, in Teilbereichen von Polen vertreten
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